Mein kleiner Einblick zu Germany´s next Bundeskanzler/in

Was ist eigentlich GNBK? Es ist eine digitale Casting Show.
Hier werden Jugendliche gesucht, die sich für die Politik einsetzen wollen. Es wird ein Kandidat gesucht der die Stimme der jungen Generation sein kann.
Viele Jugendliche haben sich mit einem Video beworben und haben darin ihre Ziele beschrieben, was sie machen wollen, wenn sie Bundeskanzler/in wären.

Der Weg dorthin geht über 3 Runden, die jeweils mit Votes entschieden werden und endet im Finale, das ab 30.08.17 im Kanzler-Camp in Berlin statt findet. Das Ganze ist auch HIER nachzulesen.

Aber auch die Jury ist sehr interessant. So ist unter anderem YouTuber LeFloid und die jüngste Bundestagsabgeordnete Ronja Kemmer dabei.

Aber wie sieht die Jury die digitale Casting-Show und was sind ihre Erwartungen? Das wollte ich natürlich auch wissen. Deshalb habe ich Jury-Mitglied Ronja Kemmer von der CDU darüber befragt.
War die Tatsache, dass sie die jüngste Bundestagsabgeordnete sind auch ein Grund dafür bei GNBK in der Jury mitzumachen?
Ronja Kemmer: Ja, ich wurde angefragt ob ich in der Jury vertreten sein will, weil ich ja als jüngste Bundestagsabgeordnete zu einer Generation gehöre, die sich nicht stark im Bundestag tummelt. Und da war es für mich schnell klar, dass ich das Konzept von GNBK unterstützen möchte, schließlich werden damit politische Prozesse auch transparent gemacht.

Was erwarten sie sich vom Gewinner des Castings und dem Casting allgemein?
Ronja Kemmer: Ich erwarte mir erst einmal, dass ich viele interessante Personen und Geschichten kennenlernen werde. Schließlich sind die Herangehensweisen unterschiedlich wenn sich Leute präsentieren, es gibt verschiedene Schwerpunkte die man bei politischen Themen setzen kann – und vor allem interessiert es mich, was ich für meine politische Arbeit aufgreifen kann. Vielleicht besucht mich die Gewinnerin oder der Gewinner dann mal im Bundestag?

Das Thema Jugend und Politik ist für mich ein sehr wichtiges Thema. Deshalb würde mich auch ihre persönliche Meinung zu dem politischen Jugendthema Wahlrecht ab 16 Jahren interessieren?
Ronja Kemmer: Ich glaube dass wir jungen Menschen auf vielen verschiedenen Gebieten die Möglichkeit geben müssen ihre Ideen und Vorstellungen einzubringen. Schließlich ist die junge Generation ja diejenige, die am längsten mit den Entscheidungen, die wir heute treffen, leben muss. Es gibt zum Beispiel viele Jugendforen oder auch in etlichen Städten Jugendgemeinderäte, die dann entscheiden können, was man in der Jugendpolitik für Akzente setzen sollte. Auch in Parteien kann man sich übrigens wunderbar einbringen.
Ich finde aber auch, dass man das Wahlrecht bei Bundestagswahlen bei 18 Jahren belassen sollte, weil man zu diesem Zeitpunkt nach dem Gesetz als erwachsen gilt. Und diese Koppelung finde ich sehr sinnvoll, weil damit Pflichten und Rechte zusammengeführt werden.

Ebenso habe ich mir dann natürlich auch die Kandidaten mal näher angesehen und eine finde ich besonders Interessant, Theresa Hein. Sie ist auch Bloggerin (›HannoverLife) und meine persönliche Favoritin. Stellvertretend für alle Kandidaten habe ich auch sie gefragt, was für sie ein Grund war dabei mitzumachen, außer natürlich den Gewinn eines Stipendiums in Höhe von 10.000€?
Theresa Hein: Was noch sehr wichtig ist, dass man eine Stimme und Plattform bekommt, durch die man etwas bewegen kann und seine Ansichten mit der Öffentlichkeit teilen kann.

Mit welchen Themen willst du die Jury überzeugen und sind dir dazu am wichtigsten?
Theresa Hein: Die wichtigsten Themen sind für mich Werte, Wirtschaft, Bildung (Orientierung) und Soziales. Ich finde, dass gerade unsere junge Generation sehr politisch ist und sich Gedanken macht, Nachrichten verfolgt und sich mit Freunden über Geschehnisse austauscht. Jedoch besteht immer ein großes Hemmnis zu sagen, dass man in eine Partei eintreten möchte. Ich kenne das von mir selbst. Ich bin auch in einer Partei Mitglied. Parteien sind unumgänglich in unserer Demokratie aber das öffentliche Bekenntnis zu einer macht vielen jungen Menschen Angst. Ich finde, dass wenn wir über Politik sprechen, wir nicht immer über Parteien und deren Anfeindungen sprechen sollten. Es ist viel wichtiger, dass wir jungen Leute die selben Grundwerte vertreten, uns konstruktiv über Themen unterhalten können und uns dadurch unsere Meinung bilden können. Mir ist es wichtig, mich dafür einzusetzen, dass Politik nicht immer mit einer strengen Partei-Zugehörigkeit und Abneigung von anderen Parteien zu tun haben muss.

Livia Josephine

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