Die Bienenkönigin von Claudia Praxmayer mein Jugendthriller des Jahres

Stirbt sie, stirbst auch du! Bienensterben! Thriller! Verschwörungstheorie!

 

ISBN 978-3-570-16533-1

Das Buch (Gebunden) mit 352 Seiten erscheint im cbj Verlag am 3. September 2018 aber das eBook ist bereits ab dem 1. August 2018 erhältlich. Empfohlen wird das Buch ab 14 Jahre aber für mich ist es eigentlich kein Jugendbuch.

Ich finde dieser Jugendthriller ist für alle Altersklassen, weil es Spannung und eine richtig gute Geschichte mit einem realen biologischen Problem verbindet. Nämlich die tatsächliche Bedrohung unserer Insekten insbesondere unserer Wildbienen.

Claudia Praxmayer ist nicht nur Autorin des Buches, sondern auch Biologin und das macht ihre Geschichte noch viel interessanter. Wenn man realistische Probleme mit einer spannenden fiktiven Geschichte verbindet. Daher war mir ein persönlicher Einblick der Autorin zur Geschichte des Buches wichtig.

 

Die Protagonistin des Buchs ist Mel aus San Francisco und sie hat eine unglaubliche und besondere Beziehung zu Bienen. Bis sie plötzlich eine bienenähnliche tödliche Miniatur-Drohne entdeckt die es auf ihre lebenden „Artgenossen“ abgesehen hat. Mel und ihre vier WG-Freunde setzen alles daran das Geheimnis der Roboter-Biene zu erfahren. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt……

Autorin Claudia Praxmayer im Interview

Eine Verschwörungstheorie mit dem Problem des Bienensterbens zu verbinden ist eine geniale Idee. Wie ist die Autorin auf diese Idee gekommen?
Autorin Claudia Praxmayer: Zuallererst ist mir die Idee zu Mel, meiner Protagonistin, zugeflogen. So seltsam es klingen mag, ich habe tatsächlich von ihr geträumt – einer jungen Frau, die mit Bienen singt. Wenig später bin ich dann über einen Artikel zur Bionik gestolpert, der mich sehr fasziniert hat. Etwa zur gleichen Zeit habe ich mich mit dem Bienensterben in den USA beschäftigt, dass ein paar Jahre zuvor so viele Völker dahingerafft hatte. Ich schätze, zusammen hat das eine sehr explosive Mischung in meinem Kopf ergeben, die sich schließlich in einer konkreten Buchidee „entladen“ hat.

Wie sehen sie als Biologin das Bienensterben. Wie akut sehen sie das tatsächlich und was könnte man dagegen tun?
Autorin Claudia Praxmayer: Ich denke, die Honigbiene ist dank der intensiven Bemühungen von Imkern und Wissenschaftlern bei uns im Moment nicht akut vom Aussterben bedroht, bei ihren wildlebenden Verwandten sieht das leider etwas anders aus. Von den über 560 Wildbienen-Arten in Deutschland sind knapp 50 Prozent in ihrem Bestand gefährdet. Dabei sind Wildbienen für die Bestäubung von Nutz- und Wildpflanzen von großer Bedeutung – zusammen mit Honigbienen und anderen Insekten. Durch Flurbereinigung, Wildkräutervernichtung, Monokulturen und Bebauung haben es die kleinen Brummer immer schwerer, Nistplätze und ein passendes Nahrungsangebot zu finden. Wer einen Garten hat, kann oft mit kleinen Maßnahmen schon viel Honig-, Wildbienen und andere Insekten tun: Ich persönlich halte es mit „unordentlich Gärtnern“: z.B. eine Ecke mit Wildblumen stehen lassen, Unkräutern Raum geben (sind für Bienen und Insekten oft wertvoller als so manche Zierpflanze), Kräuter ausblühen lassen, Holzstapel und Steinhäufen aufschichten, nicht alles immer sofort zurückschneiden, keine Pestizide benutzen (!), heimische Stauden und Blumen pflanzen.

Ohne jetzt dabei zu viel vom Inhalt zu verraten, warum spielt ihre Geschichte rund um Mel und der „bienenähnlichen“ und tödlichen Miniatur-Drohne ausgerechnet in San Francisco?
Autorin Claudia Praxmayer: San Francisco war einfach der perfekte Set-up für meine Geschichte. Zum einen durch die Nähe zum Central Valley, wo Landwirtschaft in einem Maßstab betrieben wird, wie ich es noch nie zuvor gesehen hatte und wo ohne Wanderimker nichts mehr läuft. Und zum anderen durch die Nachbarschaft zum Silicon Valley, dem wichtigsten Standort für IT und Hightech, von dem ständig neue Impulse, Ideen und Trends ausgehen. Hinzu kommt, dass ich Kalifornien und insbesondere die Schauplätze von „Bienenkönigin“ gut kenne – ich erinnere mich noch ganz genau an meine erste Fahrt durch das Central Valley und das beklemmende Gefühl, dass sich dabei eingestellt hat.“

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Mein Fazit:

Deshalb ist die Bienenkönigin auch mein Jugendthriller des Jahres. Weil er ein biologisches Problem mit einer spannenden Geschichte verbindet. Das Buch macht auf ein Problem aufmerksam und das auf einer höchst unterhaltsamen Weise. Stirbt sie, stirbst auch du!

Livia Josephine

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