Die Umwelt- und Klimaschutzziele der FDP mit Generalsekretärin Nicola Beer

Ich habe schon öfters über die wichtigen jugendpolitische Themen geschrieben, für die sich auch die FDP einsetzen.
Gerade das digitale Klassenzimmer ist ein großes Thema bei der FDP wie mir der Parteichef Christian Lindner oder auch auch der Landesvorsitzende der bayerischen FDP Daniel Föst bei einem Interview schon mal mitgeteilt hat, obwohl Christian Lindner schon sehr oft in Interviews bestätigt hat, wie wichtig für die FDP die Digitalisierung ist.

Was mich als Schülerin auch sehr freut ist die positive Einstellung der FDP zu einer Reform des Bildungsföderalismus. Das ist natürlich ein Thema das uns Schüler sehr am Herzen liegt, da es hier um ein neues gerechteres und einheitliches Schulsystem in Deutschland geht.

Aber wie steht die FDP zum Umwelt- und Klimaschutz

Auch das sind Themen die eine sehr große Rolle im Leben von uns Jugendlichen spielen. Denn ich kann eines garantiert behaupten, kein Jugendlicher wünscht sich eine Zukunft mit einem veränderten Klima oder mit Mikroplastik im Trinkwasser.

Im Jahr 2016 sind nach Angaben des Umweltbundesamtes in Deutschland 18 Millionen Tonnen Verpackungsmüll angefallen davon sind ca. 40.000 Tonnen Coffee to go Becher aus Pappe oder Plastik. Ganz zu schweigen von den riesigen Plastikinseln in den Weltmeeren.

Deshalb habe ich die Generalsekretärin der FDP Frau Nicola Beer dazu gefragt, da sie am besten weiß wie die FDP dazu steht.

Der Umweltschutz und das globale Plastikmüllproblem bedeutet auch bestehende Gesetze konsequenter zu verfolgen

 

Wie sehen sie das internationale Plastikmüllproblem besonders in den Weltmeeren und auf welche Strategie setzen sie in der FDP um dieses künftig zu reduzieren?
Nicola Beer: Wir Freie Demokraten setzen uns dafür ein, dem internationalen Problem von Plastikmüll in den Meeren konsequent zu begegnen. Dabei setzen wir auch auf den mündigen Verbraucher. So hatte ein großes Handelsunternehmen angekündigt, den Plastikverbrauch bis 2025 um mindestens 20 Prozent reduzieren zu wollen –  die Freien Demokraten haben das sehr begrüßt, so zum Beispiel die Pressmitteilung  der umweltpolitische Sprecherin der FDP-Fraktion Judith Skudelny.
Nötig ist allgemein auch, mit internationalen Partnern Richtlinien und Anreize zu schaffen, die diesem Zweck dienen, sowie die Einhaltung bereits bestehender Gesetze konsequenter zu verfolgen. In Deutschland sind wir bereits weiter als viele andere Länder weltweit, sowohl bei der Vermeidung des Einsatzes von Plastik wie auch beim Recycling von Plastik.
Es bedarf regionaler und globaler Anstrengungen, um die Verschmutzung unserer Meere weiter zu verringern. Dafür ist auch eine ständige aktive Zusammenarbeit der zuständigen Behörden weltweit nötig. Außerdem müssen illegale Schiffsmüllentsorgungen viel stärker geahndet werden.
Auch die FDP-Europaabgeordnete Gesine Meissner setzt sich gemeinsam mit der ALDE, der Partei der europäischen Liberalen, für einen plastikfreien Ozean ein.
Wir haben zu diesem Thema im März 2019 auch eine „kleine Anfrage“ gestellt und die Antwort der Bundesregierung liegt mittlerweile vor. Wir bleiben also weiter an dem Thema dran.

Der Klimaschutz gelingt nur durch internationale Zusammenarbeit

 

Wie beurteilen sie den Klimawandel und welche Maßnahmen sind für sie dagegen am wichtigsten?
Nicola Beer: Wir treten für Lösungen ein, die effektiv die Umwelt schützen – und Klimaschutz-Technologie offen fördert. Dazu treten wir für eine vernünftige, international abgestimmte Politik auf Basis des Klimaschutzabkommens von Paris ein und lehnen nationale Alleingänge ab. Wir wollen vielmehr den Emissionshandel als globales Klimaschutzinstrument weiterentwickeln und dafür internationale Kooperationspartner gewinnen. Das wird uns nur gelingen, wenn wir uns langfristig realistische Ziele setzen und auf unnötige Markteingriffe verzichten. Technisch gibt es viele Wege das Klima zu schützen. Aus unserer Sicht sind alle gesellschaftlich akzeptierten Technologien und Energieträger gleichermaßen geeignet, die sich marktwirtschaftlich behaupten können und eine sichere Energieversorgung gewährleisten. Daher lehnen wir auch auf Ebene der Europäischen Union technische Auflagen zur Treibhausgasminderung ab und treten für einen Verzicht auf Subventionen für Vermeidungstechnologien ein.

Livia Josephine

One Comment

  1. Hier offenbart sich eine der größten Leerstellen in der FDP-Programmatik.
    Plastikvermeidung? Naja eigentlich sind wir schon super streng und recyclen auch toll. Ein Unternehmen will selbstständig Plastik reduzieren – super! Wenn das die Antworten auf die bestehenden ökologischen Herausforderungen durch die Plastikverschmutzung sein sollen – gute Nacht! Kein Wort dazu, dass nur ein Bruchteil recycelt wird und die Rezyklate dann auch noch minderwertig sind. Die Verantwortung beim Verbraucher auszulagern ist natürlich bequem, ignoriert aber, dass oft nicht mal die Wahl besteht zwischen verpackt und unverpackt. Und das nennt man dann „konsequent begegnen“.

    Klimaschutz: ohne Subventionen wären Wind- und Solarenergie nicht wo sie heute sind. Wenn man ein Umsteuern in der Energiepolitik möchte sind weitere Investitionen (z.B. in smart grids und Speichertechnologien) unabdingbar. Aber gut, Subventionen sind nun mal nicht FDP-Besteck. Dass man dann allerdings nicht auch davon spricht die Subventionen und Begünstigungen von klimaschädlichen Energieträgern zu streichen, muss verwundern. Auch wäre es nur konsequent die Aufhebung der Deckelungen beim Ausbau der erneuerbaren Energien zu fordern, wenn man einen freien Wettbewerb möchte. Die Automobilindustrie wird nicht mit einem Wort erwähnt. Auch das ist ein Offenbarungseid.

    Ökologische Themen haben für die FDP (oder mindestens für Frau Beer) keine Priorität. Es wird sich den Beharrungskräften der Wirtschaft nicht entgegengestellt.

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