Mein München – Die schönste Stadt und was mich hier manchmal nervt

Die dritte externe Kolumne ging in dieser Woche online. Deswegen heute neues aus meiner Kolumne für das Münchner Samstagsblatt:

Als echtes Münchner Kindl habe ich vielleicht an meine Stadt manchmal etwas zu hohe Ansprüche, aber andererseits: warum auch nicht? Ich lebe in einer der schönsten Städte der Welt und trotzdem gibt es noch viele »offene Baustellen«.

Hupkonzerte nerven besonders an Kreuzungen

Als Erstes denke ich an die überfüllten Straßen, an die Staus und das leider nicht nur während der Rush Hour. Von der Abgasbelastung dadurch ganz zu schweigen, bedeutet dieses viel zu hohes Verkehrsaufkommen vor allem auch sehr viel Lärm. Und Schuld daran sind die ständigen Hupkonzerte.
Abertausende Autos quälen sich täglich durch München und eines würde ich gerne mal dazu wissen: Warum, liebe Autofahrer, muss man ständig hupen? Ganz ehrlich, ich glaube nicht, dass man durch hupen auch nur ein einziges Problem lösen kann.

Besonders an Kreuzungen ist es manchmal sehr hektisch. Links quietschen die Bremsen, rechts ein Hupkonzert und ich überquere dazwischen bei Grün die Straße und habe das Gefühl, dass ich mich dafür entschuldigen muss. Aus der Sicht als Fußgänger oder Fahrradfahrer ist das ständige Hupen und auch die teilweise aggressive Fahrweise nicht nur unangenehm, sondern auch ziemlich belastend, wenn man ständig dem ausgesetzt ist.

Wäre es denn nicht viel schöner, wenn weniger Autos auf Münchner Straßen unterwegs wären? Ich bin mir ziemlich sicher, dass man viel öfter eine Fahrt mit dem Auto einsparen könnte. Wenn ich zum Beispiel sehe, wie oft Schüler mit dem Auto direkt vor die Schule gebracht werden, liegt der Gedanke hierzu für mich schon sehr nahe. Manchmal habe ich das Gefühl, so manche Eltern würden ihren Sprössling am liebsten direkt ins Klassenzimmer fahren.

Hier ist es ruhiger und entspannter

Wenn ich dann aber durch die verkehrsberuhigten Straßen wie in Haidhausen gehe oder in der Fußgängerzone unterwegs bin, sieht das Bild schon wieder ganz anders aus. Klar, gerade zur Urlaubszeit ist auch in der Fußgängerzone viel los, aber da hupt wenigstens keiner. Da ist die Stimmung auch schon ganz anders. Dort sind alle viel gelassener und ausgeglichener.

Deshalb wäre mein München noch viel schöner, wenn man einfach versucht das eine oder andere Mal auf das Auto zu verzichten oder sich einfach etwas entspannter hinter das Lenkrad setzt.
Aber vielleicht sollte doch die ganze Stadt eine riesige Fußgängerzone werden. Einen Vorteil hätte es auf alle Fälle, die Stadt wäre dann viel leiser.

Livia Josephine

One Comment

  1. Exakt, Lärm ist hier ein Problem. Nicht zu vergessen die Auto Poser mit Ihren extra lauten Klappenauspuffen. Hier bei mir fahren immer mehr davon vorbei. Mannheims Polizei tut was dagegen. Und München? Eine Kontrollaktion am 30.6.2017. Zuletzt sah ich auch lächerliche Objekte bei denen Autogröße = mini und Lärm = ungeheuerlich einfach nicht zusammen passt. Wen wollen die Fahrer damit vermeintlich beeindrucken? Hallo BMW! Warum gibt es lärmende Autos in der DriveNow Flotte und auch Fahrzeuge mit Eurer Mustertarnlackierung fallen unangenehm auf. Es gibt auch Ausnahmen, letztens habe ich neben mir einen Ferrari gehabt, ich am Rad. Ferrari fuhr nahezu geräuschlos an, wow, umsonst die Ohren zugekniffen. Leider wie gesagt Ausnahme. VG Michael

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