Bildung first! Ein Schulfach Politik hat viel mehr Vorteile als man denkt

Jedes Bundesland hat eine eigene Zuständigkeit und somit sein eigenes Ministerium für Bildung und jedes Bundesland geht anders mit dem Thema Politik im Unterricht um.

Aber grundsätzlich kann eine gewisse politische Bildung in der Schule nichts Schlechtes sein. Denn wenn man sich als Jugendliche/r eine politische Meinung bilden will, sollte man Wissen haben und nicht nur Parolen kennen, was eben ein sehr großer Unterschied ist.

Ein Schulfach Politik könnte Jugendliche nicht nur für Umweltschutz sensibler machen, sondern auch gegen Rassismus und Antisemitismus

Daher kann es nicht schaden, einfach zu wissen, wer unsere Politiker sind und was ihre Partei an Themen vertritt. Man kann auch keinem Jugendlichen vorwerfen, keine Ahnung von Politik zu haben, wenn es einem in der Schule keiner beibringt. Ich bin mir sicher, dass dann viel sensibler mit den Themen Umweltschutz, Klimaveränderung oder auch Integration umgegangen wird und mehr Verantwortung dadurch übernommen werden kann.

Was hat „Mein Kampf“ mit Malala Yousafzai zu tun?

Aber nicht nur Tagespolitik auch historische Fakten gerade im Bezug des dritten Reiches sollten intensiver und kritischer betrachtet werden. Rassismus und Antisemitismus hat auch was mit fehlender oder verdrehter Kenntnis der Fakten zu tun. Deswegen gehört zu dieser Diskussion auch, ob es sinnvoll ist, die neue kritische Edition von „Hitler, Mein Kampf“ in den Schulunterricht einzubinden oder auch nicht.

Die kritische Edition von „Mein Kampf“ ist eine wissenschaftlich kommentierte Ausgabe. Hier werden historische Fakten geordnet, der Entstehungskontext von führenden Wissenschaftlern sehr umfangreich erklärt und mit den Ergebnissen der modernen Forschung verglichen. So zeigt diese Ausgabe mit detaillierten Fakten wo Hitler gelogen hat, um die Leser bzw. die Menschen in der damaligen Zeit zu manipulieren. Dies könnte die heutige Jugend noch mehr sensibilisieren und es könnte so ein ganz großer Faktor gegen Rassismus und Antisemitismus, nicht nur an den Schulen, werden.

Dazu will ich auch an die Rede von Malala Yousafzai erinnern die sie am 12. Juli 2013 vor den Vereinten Nationen hielt. Die damals 16-jährige sagte, dass Stifte und Bücher die stärksten Waffen unserer Welt sind. Ein Kind, ein Lehrer, ein Buch und ein Stift können die Welt verändern. Bildung ist die einzige Lösung. Bildung zuerst.

Ich möchte nur, dass man einfach mal darüber nachdenkt ob ein Pflichtfach zum Thema Politik ein großer Vorteil sein kann. Egal in welcher Schulart und in welchem Bildungssystem. Und so könnte dann auch das Wahlrecht ab 16 Jahren bedenkenlos eingeführt werden.

Mein Kommentar zum Thema „Schulfach Politik“ Livia Kerp

Livia Josephine

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