Kommentar: Aiwanger, Müller und das unnötige Aufblähen von Schlagzeilen in den Medien

Es ist immer wieder das Gleiche. Eine Person des öffentlichen Lebens macht eine Aussage die nicht jedem gefällt und schon löst das eine ungeahnte Kettenreaktion in den Medien aus.

So war es bei der Causa Kovac vs. Müller, als der Trainer Nico Kovac seinen Spieler Thomas Müller als Einwechselspieler bezeichnet hat. Dann ging es in Medien wieder ab, als hätten wir keine anderen Probleme. Es ist schon schlimm, wenn ein kickender Millionär während eines Spiels auf der Bank sitzen muss. Dieses Problem hätten liebend gerne viele Millionen Menschen bei uns in Deutschland.

Und nun der gleiche Pressehype aufgrund der Aussage vom stellvertretenden Ministerpräsidenten Hubert Aiwanger. Auf einer Veranstaltung sagte er unter anderem: „Ich bin überzeugt, Bayern und Deutschland wären sicherer, wenn jeder anständige Mann und jede anständige Frau ein Messer in der Tasche haben dürfte, und wir würden die Schwerkriminellen einsperren.“

Wieder geht das durch die Medien als hätte Donald Trump Deutschland den Krieg erklärt. Diese übertriebene Art von Berichterstattung fördert meiner Meinung nach nur den medialen Shitstorm.

Als ich die Aussage von Herrn Aiwanger gelesen habe, ist mir spontan ganz was anderes durch den Kopf gegangen. Man muss natürlich auch sehen unter welchem Kontext die Messer-Aussage steht. Es geht im Prinzip um das Thema „innere Sicherheit“ und das ist unbestritten eines der wichtigsten politischen Themen.

Mein erster Gedanke war, als ich das gelesen habe – typisch Jungs. Wenn es um Sicherheit geht, brauchen die Jungs ihre Keule. Ich glaub das ist noch ein Relikt aus der Steinzeit. Jungs brauchen Keule.

Bei uns Mädels ist das natürlich anders und wir sehen das auch anders.

Beim Thema Sicherheit haben wir Mädels kein Problem mit der Videoüberwachung. Das liegt an der Evolution von uns Mädels. Was passiert wenn wir eine Kamera sehen? Genau, dann wird gepost mit Duckface oder mit einem schönen Lächeln.

Deshalb denke ich muss man nicht immer alles unnötig und künstlich aufblasen, nur um mit Schlagzeilen mehr Leser zu erreichen.

Dass es beim Thema „innere Sicherheit“ noch sehr viel Luft nach oben gibt, besonders in den Augen von Jugendlichen und uns Mädels, sollte klar sein. Genau wie das Recht eines Trainers seine Meinung über seine Spieler zu sagen, weil er mit Sicherheit die höchste Kompetenz dafür hat.

Kommentar Livia Kerp

Livia Josephine

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