Schule – Livia Josephine Magazin https://www.liviajosephine.de Tue, 25 May 2021 14:36:29 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.1 137760501 Schlechte Schulzeugnisse sind kein Weltuntergang https://www.liviajosephine.de/2019/07/21/schlechte-schulzeugnisse-sind-kein-weltuntergang/ https://www.liviajosephine.de/2019/07/21/schlechte-schulzeugnisse-sind-kein-weltuntergang/#respond Sun, 21 Jul 2019 08:57:39 +0000 https://www.liviajosephine.de/?p=5461 Weiterlesen ]]> Bald gibt es auch bei uns in Bayern wieder die Zeugnisse. Und so gibt es auch immer Schüler/innen die Angst davor haben oder auch vor den Reaktionen der Eltern.

Als Schülerin möchte ich dazu nur eines loswerden. Ich hatte bis jetzt auch nicht nur gute, sondern auch schon mal schlechtere Zeugnisse. Das hat auch immer einen Grund, warum die Noten sind wie sie im Zeugnis stehen. Denn kein Schüler ist absichtlich schlecht. Deshalb hoffe ich, dass alle Eltern besonnen mit ihren Kindern darüber reden.

Motivation ist für mich das Wichtigste. Schlechte Phasen sind normal im Leben und deshalb ist ein schlechtes Zeugnis kein Weltuntergang, sondern einfach nur ein aktueller Wissenstand. Nicht mehr und nicht weniger.

Jedes Schuljahr ist eine neue Chance es besser zu machen und ich hoffe, dass alle Eltern das auch so sehen.

In der heutigen Zeit gibt es so viele Möglichkeiten einen erfolgreichen Schulabschluss zu machen, auch wenn es vielleicht mal länger dauert. Und egal welchen Abschluss man dann letztlich hat, am Wichtigsten sollte doch sein, dass jeder mit sich und seinem Leben glücklich und zufrieden ist.

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Klimastreik vs. Schulpflicht https://www.liviajosephine.de/2019/03/17/klimastreik-vs-schulpflicht/ https://www.liviajosephine.de/2019/03/17/klimastreik-vs-schulpflicht/#comments Sun, 17 Mar 2019 10:00:23 +0000 https://www.liviajosephine.de/?p=4533 Weiterlesen ]]> Aus meiner Kolumne für das Online-Magazin LangweileDich.net:

Wahrscheinlich haben die meisten schon von „Fridays for Future“ gehört oder gelesen. Tausende Schüler und Studenten streiken freitags während der Schulzeit gegen die aktuelle Klimapolitik der Bundesregierung, so wie am Freitag, 15. März 2019. Natürlich unterstütze ich als Jugendliche die Ziele von „Fridays for Future“. Ich schreibe auf meinem Blog ja selbst schon seit einigen Jahren über die Klimaerwärmung und deren Folgen. Ich freue mich auch, dass durch das Engagement von so vielen Jugendlichen weltweit das Thema Klimawandel viel mehr in den Fokus der Politik und der Gesellschaft gerückt ist. Die Frage ist für mich eine ganz andere. Ist es wirklich notwendig, während der Schulzeit die Streiks abzuhalten?

Da gibt es international nämlich unterschiedliche Ansichten. Bei uns in Deutschland ist es für „Fridays for Future“ wichtig, diese Streiks während der Schulzeit zu machen. Um so mehr Druck auf die Politik aufzubauen. Genau wie es Greta Thunberg in Schweden so umsetzt. Sie gilt ja als Vorbild der Aktion und das auch absolut zu Recht.

In der Schweiz wiederum wird in regelmäßigen Abständen zwischen Streiks am Freitag während der Schulzeit und Demos an Samstagen gewechselt. Und damit hat man sehr gute Erfahrungen gemacht, wie mir die Organisation „Klimastreik Schweiz“ mitgeteilt hat. Denn durch die Entzerrung hat man die Schulen weiterhin hinter sich und die Beteiligung an den Demos ist auch höher, da in der Schweiz auch viele aus der älteren Generation Hand in Hand mit den Jugendlichen Samstags auf die Straße gehen. So waren bei der Demonstration am 2. Februar über 65.000 Menschen in 14 Städten auf den Schweizer Straßen am Start.

Jetzt kann man natürlich diskutieren, welche Streikmodelle sinnvoller sind. Aber gerade bei uns hört man immer öfter Kritik aus der Politik was die Verletzung der Schulpflicht betrifft. So gibt man natürlich der Politik ein Alibi, um vom grundsätzlichen Thema abzulenken. Deswegen habe ich in diesem Punkt eine andere Meinung als Greta Thunberg und „Fridays for Future“, denn für mich ist das sture Festhalten der Streiks an Freitagen während der Schulzeit kein Mittel, um mehr Unterstützer zu bekommen, sondern im Prinzip einfach nur eine Provokation mit der Gefahr, dass sie irgendwann ins Leere läuft.

Ein Ziel von „Fridays for Future“ ist unter anderem, dass sich die Regierung von Deutschland an das Übereinkommen von Paris hält, also die eigenen Beschlüsse und Regeln befolgen soll. Aber das Einhalten von Regeln fordern, indem man selber die Regeln bezüglich der Schulpflicht verletzt, das ist für mich kein guter Weg.

Ich glaube das Schweizer Streikmodel zeigt, dass Kompromisse oft mehr bringen als der aggressive Weg. Deswegen würde ich immer den Weg des Dialogs gehen. Ich glaube, es kann nur einen Fortschritt geben, wenn man aufeinander zugeht. Natürlich war es richtig und wichtig die ersten Streiks an Freitagen zu machen. Damit man die Aufmerksamkeit bekommt. Aber jetzt wird es meiner Meinung nach Zeit an Samstagen FÜR eine neue Klimapolitik zu demonstrieren und nicht nur immer an Schultagen GEGEN die Politik zu streiken.

Denn nur so kann man noch mehr Menschen dazu motivieren, mitzumachen, denn ich glaube, je mehr Menschen dafür einstehen, desto größer ist auch die Chance, dass sich auch was ändert.

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Jugendliche und der Schulstress – Von Leistungsdruck bis Burnout https://www.liviajosephine.de/2018/09/28/jugendliche-und-der-schulstress-von-leistungsdruck-bis-burnout/ https://www.liviajosephine.de/2018/09/28/jugendliche-und-der-schulstress-von-leistungsdruck-bis-burnout/#respond Fri, 28 Sep 2018 15:50:28 +0000 https://www.liviajosephine.de/?p=3257 Weiterlesen ]]> Aus meiner Kolumne für das Online-Magazin LangweileDich.net:

Nun hat in allen Bundesländern die Schule wieder begonnen. Für einige war es der erste Schultag und für andere ist es das letzte Schuljahr. Aber für die meisten Schüler/innen fängt das neue Schuljahr wieder so an, wie das alte aufgehört hat. Mit dem gleichen Gefühl und der Hoffnung, nicht zu versagen.

Spätestens in der vierten Klasse spürt ein Schüler das erste Mal diesen besonderen Druck. Denn für viele Eltern ist es Grundvoraussetzung, dass ihr Kind den Übertritt ins Gymnasium selbstverständlich erreichen muss. Und wenn es dafür eng wird, dann muss die Nachhilfe die Lücken schließen. Aber auch in der ersten Klasse ist der Leistungsdruck schon ziemlich hoch. Bei uns wurde damals vorausgesetzt, dass jeder Schulanfänger zum Beginn des ersten Schuljahres bereits bis zehn zählen und das ABC, sowie seinen Namen schreiben konnte. Wenn das ein Schüler nicht beherrschte, hatte er also schon sein erstes Problem.

Fast jeder zweite Schüler leidet unter Stress

Nach einer Studie der DAK wurde festgestellt, dass fast jeder zweite Schüler unter Stress leidet. Das ist eine krasse Zahl und bestätigt auch das, was ich täglich in der Schule und im Freundeskreis sehe und erlebe. Ich kenne selber Jugendliche, die wegen eines Burnouts behandelt wurden oder freiwillig in eine Realschule wechselten, weil sie den Leistungsdruck des Gymnasiums nicht mehr aushielten. Und das waren aber nicht immer Schüler mit schlechten Noten. Teilweise waren das auch gute Schüler, die aber diese Drucksituationen einfach nicht mehr aushielten. Was für mich oft sehr belastend ist, wenn man Schülerinnen auf der Mädchentoilette heulen hört und das passiert leider des Öfteren. Am meisten, wenn Schulaufgaben geschrieben wurden oder wenn man sie rausbekommen hat.

Dass es überhaupt so weit kommt, dass Schüler aufgrund eines hohen Schul- und Leistungsdrucks in ärztliche Behandlung müssen oder freiwillig aufgeben, zeigt doch, dass hier irgendwas nicht stimmt. Die Gründe dazu sind vielschichtig. Ich glaube, viele wissen, dass es Eltern mit einer teilweise überzogenen Erwartungshaltung gegenüber den Kindern gibt. Das löst natürlich bei den Jugendlichen auch einen sehr hohen Leistungsdruck aus. Immer wieder wird den Schülern eingetrichtert, wie wichtig ein Abitur für das Leben ist und alles andere einfach nur Versagen darstellt.
Das hilft einem Jugendlichen nicht wirklich weiter. Gerade in der Pubertätsphase wird das noch viel komplizierter. Und ich habe auch noch keinen Jugendlichen kennengelernt, der absichtlich schlecht in der Schule abschneiden will.

Ich habe das Glück, dass ich Eltern habe, die mich auch mal bremsen, wenn ich gerade zu viel will. Da sieht man auch, dass Eltern einen Anteil daran haben, wie Schüler mit dem Leistungsdruck umgehen, aber ich will jetzt nicht alles auf Eltern schieben. Denn nicht nur der Leistungsdruck kann bei einem Schüler zu viel Stress auslösen, sondern auch Mobbing. Ständige Schikanen bedeutet Stress, der jeden Jugendlichen bis zur Belastungsgrenze bringen kann. So kann es auch hier zu einem Burnout bei Schülern kommen.

Ist das Schulsystem veraltet?

Ich glaube, niemand kann bestreiten, dass die Anforderungen nicht nur in der Schule, sondern auch in der Zeit nach dem Abitur oder der Berufsausbildung gestiegen sind. Es ist doch so: immer mehr, immer weiter und immer höher. Was auch grundsätzlich okay ist, wenn man darauf auch vernünftig vorbereitet wird. So ist es aber leider momentan nicht. Zumindest nicht für die Hälfte der Schüler, die mit den Drucksituation nicht so gut umgehen können. Ich kann mit Stress sehr gut umgehen, aber andere leider eben nicht. Doch jeder Schüler hat die gleiche Chance verdient. Egal, ob er mit Stress umgehen kann oder auch nicht. Deswegen wäre es auch wichtig, das Schulsystem in Deutschland dahingehend zu hinterfragen, ob es das aktuell kann. Oder ob es der heutigen Zeit angepasst werden soll.

Ich denke, die Gesellschaft hat sich in den letzten Jahrzehnten sehr verändert. Als Schülerin denke ich daher, dass auch das deutsche Schulsystem eine Modernisierung gebrauchen könnte. Angepasst an die heutige Zeit, die immer digitaler wird. Und dann stellt sich noch die Frage, ob es nicht für alle Schüler dahingehend gerechter wäre, wenn das Schulsystem und Lehrpläne in ganz Deutschland gleich wären. So dass, jeder Schüler die gleichen Möglichkeiten bekäme.

Wenn also so viele Schüler unter Stress leiden, sollte man das auch wirklich ernst nehmen.

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Magazin Schule: Mutproben sind echt nervig https://www.liviajosephine.de/2018/09/22/magazin-schule-mutproben-sind-echt-nervig/ https://www.liviajosephine.de/2018/09/22/magazin-schule-mutproben-sind-echt-nervig/#respond Sat, 22 Sep 2018 09:40:00 +0000 https://www.liviajosephine.de/?p=3229 Mein Artikel für das Magazin Schule

 

> Das Magazin SCHULE – Wissen, Orientierung und Inspiration für Eltern von Schulkindern

 

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Das ist Mobbing und seine Folgen! Hilfestellung für betroffene Schüler https://www.liviajosephine.de/2018/09/01/das-ist-mobbing-und-seine-folgen-hilfestellung-fuer-betroffene-schueler/ https://www.liviajosephine.de/2018/09/01/das-ist-mobbing-und-seine-folgen-hilfestellung-fuer-betroffene-schueler/#respond Sat, 01 Sep 2018 08:48:42 +0000 https://www.liviajosephine.de/?p=3125 Weiterlesen ]]> Mit dem Verein „Zeichen gegen Mobbing“ habe ich die vier wichtigsten Fragen und Fakten zu dem Thema erarbeitet. Wichtig dabei ist zu erkennen, wann Mobbing beginnt und wo es schnelle Hilfe für Betroffene gibt.

Mindestens 500.000 Schüler*innen sind jedes Jahr an weiterführenden Schulen in Deutschland von Mobbing betroffen. Die Gründe, warum jemand gemobbt wird, können völlig unterschiedlich sein.

Opfer kann jede*r werden!

Deshalb ist es auch wichtig, dass man das Thema immer wieder thematisiert und Hilfestellung anbietet.

Welche „Formen“ von Mobbing sind an Schulen am häufigsten?

Stell‘ dir zunächst einmal vor, du bist gerade auf dem Schulhof. Was kannst du dort wahrnehmen? „Fick dich!“ und „Du Wichser!“ zählen zu den häufigsten Beleidigungen. Vielleicht siehst du auch jemanden alleine auf dem Schulhof stehen, weil sie*er von ihren*seinen Mitschüler*innen ignoriert wird. Beide Situationen sind Gewaltübergriffe. Unter dem Begriff „Gewalt“ verstehen wir nicht nur körperliche Gewalt, sondern auch seelische Angriffe wie z. B. Beschimpfungen oder Ausgrenzungen. Verbale Gewalt ist tatsächlich auch die Gewaltform, die am häufigsten in Schulen stattfindet. Ich bin mir sicher, neben meinen zwei Beispielen fallen dir noch viele weitere Beleidigungen aus deinem Schulalltag ein, die man zu hören bekommt. In WhatsApp-Gruppen geht es dann schnell weiter.

Der Unterschied zwischen Konflikt und Mobbing! Wo liegt die Grenze, also wo hört ein Streich auf und beginnt das Mobbing?

Ein wenig Spaß im Umgang untereinander gehört in der Schule dazu, um den Unterricht, nervige Situationen und ätzende Klassenarbeiten auszuhalten. Ein Problem wird es dann, wenn das immer wieder die gleiche Person abbekommt und sie das nicht mehr lustig findet.
Mobbing kann durch verschiedene Formen von Gewalt stattfinden, von denen – im Unterschied zu einem Konflikt – die gleiche Person immer wieder und über einen längeren Zeitraum angegriffen wird. Die von Mobbing betroffene Person ist den Täter*innen unterlegen. Vielleicht sind es mehrere Täter*innen bzw. stärkere Mitschüler*innen oder Leute, die mehr Ansehen in der Klasse haben. Konflikte finden dagegen in der Regel auf Augenhöhe statt. Außerdem ist die*der Betroffene auf Unterstützung von anderen angewiesen, damit die Mobbingsituation aufhört. Konflikte lösen sich oft von selbst.

Folgen hat es für Betroffene immer! Ein Beispiel, wie Mobbing in der Schule vorkommen kann.

Fakt ist: Auch Beleidigungen können Folgen haben. Anders als bei einem Schlag ins Gesicht sind die aber viel schwieriger für andere wahrzunehmen. Angenommen, mir würde immer wieder von meinen Mitschüler*innen gesagt werden, dass sie mich nicht mögen, weil ich übergewichtig bin, beginne ich irgendwann, an mir zu zweifeln. Für mich entsteht der Eindruck, dass ich von niemandem gemocht werde. Denn Menschen fällt es viel schwerer, Komplimente zu vergeben, als Beleidigungen auszuteilen. Früher oder später glaube ich daran, dass ich schlechter und weniger wert bin als andere. Spätestens dann fällt es mir auch nicht mehr leicht, auf andere Menschen zuzugehen. Lieber ziehe ich mich zurück und bin alleine. Glücklich bin ich damit trotzdem nicht. Wenn sich nichts ändert, habe ich vielleicht mein Leben lang damit zu kämpfen, dass ich während der Schulzeit niedergemacht wurde. Antriebslosigkeit, Bindungsängste, Vertrauensprobleme und Depressionen sind nur Beispiele für das, was mir bevorstehen kann. Aber alleine kann ich nichts verändern. In der Schule habe ich versucht, mich zu wehren und den anderen aus dem Weg zu gehen. Geändert hat sich jedoch nichts. Auch am Handy lese ich immer wieder, wie die anderen sich über mich lustig machen. Dabei möchte ich eigentlich nur dazugehören. Das ist nur ein Beispiel von vielen, wie Mobbing täglich an Schulen vorkommt.

Wie und wo können sich Betroffene Hilfe holen?

Motivation: Sich als Betroffene*r Hilfe zu holen, kostet viel Überwindung. Aber danach wird es leichter. Wir bekommen leider immer wieder mit, dass Betroffene ihre aktuelle Situation akzeptiert haben. Sie haben Angst, dass es sonst noch schlimmer wird. Aber so ist es nicht. Wir konnten schon vielen Schüler*innen in ihrer Situation erfolgreich helfen. Sich einer vertrauten Person zu öffnen, kann noch nichts verschlimmern. Gemeinsam kann man an einer Lösung arbeiten. Gehandelt wird nur, wenn die*der Betroffene auch damit einverstanden ist.

In Schulen: An vielen Schulen gibt es Schulsozialarbeiter*innen, die perfekt geeignet sind, um sich jemandem zu öffnen, weil sie sogar verpflichtet sind, sich an die Schweigepflicht zu halten. Aber auch Vertrauenslehrer*innen können Ansprechpartner sein.

Private Bezugspersonen: Mit Eltern und Freund*innen kann man besprechen, dass Erzähltes nicht weitererzählt werden soll. In der Schule lässt sich allerdings oft besser darüber reden, was man machen kann. Eltern und Freund*innen haben da einfach weniger Möglichkeiten zu handeln.

Das Team „Zeichen gegen Mobbing e.V.“: Natürlich stehen auch wir vom ZgM-Team jederzeit bereit, haben ein offenes Ohr und bieten unsere Unterstützung an.

Kontaktieren kann man das ZgM-Team über Facebook , Instagram (@zeichengegenmobbing),
WhatsApp (0176 4571 4095) oder per E-Mail ([email protected]).

 Livia Kerp

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So sieht ein Schülerleben heute aus. Zwischen Verzweifeln und Erfolg ist oft nur ein Stuhl https://www.liviajosephine.de/2018/07/28/so-sieht-ein-schuelerleben-heute-aus-zwischen-verzweifeln-und-erfolg-ist-oft-nur-ein-stuhl/ https://www.liviajosephine.de/2018/07/28/so-sieht-ein-schuelerleben-heute-aus-zwischen-verzweifeln-und-erfolg-ist-oft-nur-ein-stuhl/#respond Sat, 28 Jul 2018 09:00:08 +0000 https://www.liviajosephine.de/?p=2942 Weiterlesen ]]> Schule, Hausaufgaben, Nachhilfe und ein bisschen Freizeit. So sieht oft eine ganz normale Schulwoche aus. Jetzt kann man sagen, dass es so schon immer war. Aber der Druck wird von vielen Seiten immer größer. Ein Abitur erleichtert nun mal in der heutigen Zeit den Einstig ins Arbeitsleben, ich glaube das ist unbestritten.

Und dann noch die Frage ist ein einheitliches Schulsystem in Deutschland nicht gerechter?

Nun beginnen in Bayern, als letztes Bundesland die Sommerferien und egal ob man sein Wunschziel erreicht hat oder nicht, gibt es keinen Grund zu verzweifeln. Natürlich ist das nicht schön, wenn der Sitznachbar über sein Zeugnis jubelt und einem anderen ist es nicht zum Jubeln zumute.

Wenn der Schulalltag zum Stress wird

Die wenigsten Schüler gehören nun mal zu den hyperbegabten Überflieger auch wenn ich das Gefühl habe, dass manche Eltern das anders sehen oder auch die Lerngeschwindigkeit ist bei jedem anders. Die meisten Schüler haben ihre speziellen Begabungen aber auch ihre Schwächen. Gerade in Fremdsprachen oder Mathematik gibt es die Probleme. Deshalb ist das auch mittlerweile ganz normal und auch keine Schande, wenn ein Schüler Nachhilfe bekommt.
Eine Schulwoche kann schon mal 40 – 45 Stunden betragen, dass dann die Freizeit etwas zu kurz kommt ist fast logisch. Aber sie ist wichtig, weil auch Jugendliche nicht immer Vollgas geben können. Daraus kann ein Burn out folgen und dass es überhaupt bei Schüler/innen Burn out Fälle gibt zeigt mir nur, dass irgendwas nicht richtig läuft.

Viele bekannte und erfolgreiche Menschen hatten in der Schule auch mal Probleme

Deshalb darf man nicht vergessen, wenn man sein Klassen- oder Schulabschlussziel auch mal nicht erreicht hat, bedeutet das noch gar nichts. Wichtig ist, dass man selbst nicht aufgibt und aus seinen eigenen Fehlern lernt. Jetzt ist es wichtig eine neue Chance zu nutzen und diese dann versuchen umzusetzen.
Viele erfolgreiche Menschen hatten in der Schule auch so ihre Probleme. Wie der ehemalige FC Bayern und Nationalspieler Mehmet Scholl der wegen der Fremdsprachen eine Ehrenrunde drehen musste oder auch unser Ex-Außenminister Joschka Fischer von den Grünen. Er hat kein Abitur und bekam trotzdem von den Universitäten Haifa und Tel Aviv den Ehrendoktor verliehen.

Das sind nur zwei ganz bekannte Beispiele die zeigen, dass es immer einen Weg gibt. Es gibt in der heutigen Zeit so viele verschiedene Möglichkeiten einen super Schulabschluss zu bekommen auch wenn es über Umwege geht. Denn schon ein mittlerer Schulabschluss eröffnet zahlreiche Möglichkeiten. Denn hier besteht dann die Möglichkeit den Realabschluss zu machen und damit kann man sogar ein Fachabitur machen. Wie das geht, sieht leider in jedem Bundesland anders aus.

Für Schüler aus Bayern gibt es HIER Informationen dazu

Wäre es nicht besser, wenn es in ganz Deutschland die gleichen Möglichkeiten für alle Schüler gäbe?

 

Und so kommen wir jetzt wieder zu einem meiner Lieblingsthemen. Dem deutschen Bildungsföderalismus!

Eine Reform des deutschen Bildungsföderalismus steht für mich daher außer Frage. Denn das ist schon längst überfällig. Es kann nicht sein, dass jedes Bundesland sein eigenes Süppchen kocht. Sogar die Schulabschlüsse haben da teilweise andere Namen. Der Mittlerer Schulabschluss wie er in Bayern heißt hat in Niedersachsen den Namen Sekundarabschluss I.

Wir brauchen in Deutschland ein einheitliches Niveau mit gleichen Standards, damit jeder Jugendliche die gleiche Chance bekommt. Es muss für jeden Schülertypen die gleiche Möglichkeit geben sich zu entwickeln.

Die Politik ist in der Pflicht

Wie mir der Landesvorsitzende der bayerischen FDP Daniel Föst mal sagte ist die Reform des Bildungsföderalismus eines der wichtigsten Ziele der FDP und ich hoffe, dass hierzu bei allen Parteien mal ein Umdenken stattfindet. Denn es konkurrieren doch nicht die Länder Bayern mit Bremen sondern doch eigentlich Deutschland mit Schweden, China oder den USA.

Es wäre schön, wenn die Politiker auch an uns Jugendliche denken und nicht ihre Kämpfe auf dem Rücken von uns Schülern austragen. Gerade im heutigen digitalen Zeitalter ist eine Modernisierung des deutschen Schulsystems nicht nur wichtig sondern kann auch so viele Probleme lösen, wenn man es richtig angeht. Und dazu zählt für mich auch noch die Digitalisierung an den Schulen und eine funktionierende Integration, Bildung und psychologische Hilfe, sowie fachliche Betreuung für alle Flüchtlingskinder.

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Politik als Schulfach? https://www.liviajosephine.de/2017/07/09/politik-als-schulfach-aus-meiner-neuen-kolumne-im-muenchner-samstagsblatt/ https://www.liviajosephine.de/2017/07/09/politik-als-schulfach-aus-meiner-neuen-kolumne-im-muenchner-samstagsblatt/#respond Sun, 09 Jul 2017 09:00:00 +0000 https://www.liviajosephine.de/?p=56 Weiterlesen ]]> Aus meiner Kolumne für das Münchner Samstagsblatt:

Politische Bildung in der Schule hört sich beim ersten Lesen vielleicht etwas langweilig an. Ist es wirklich notwendig, ein Schulfach »Politik« einzuführen?
Wenn man das Thema genauer betrachtet, kann das spannender werden, als viele denken. Ich glaube zwar nicht, dass es Sinn macht, schon in der Grundschule damit anzufangen. Aber ab der fünften Klasse fände ich es absolut sinnvoll.
Als ich auf meinem Blog angefangen habe, mir auch mal über Politik Gedanken zu machen, hätte ich niemals damit gerechnet, dass es so Spaß machen kann. Deswegen finde ich es auch schade, dass das Fach Politik und besonders auch die aktuelle Tagespolitik bei uns in der Schule kein Thema ist.
Ich kann nur von mir und meiner Erfahrung über Politik zu lesen und darüber zu schreiben sagen, dass es immer interessanter wird, je mehr man sich damit beschäftigt.

Ich glaube, die Politik muss für Jugendliche viel attraktiver werden, aber das geht meiner Meinung halt nur, wenn man darüber auch ein gewisses Maß an Wissen hat. Ich denke, es ist wichtig einfach zu wissen, wer unsere Politiker sind und was ihre Partei an Themen vertritt. Bei mir hat es mit der Frage begonnen, warum ich mit 16 Jahren nicht wählen darf. Ich bekam dadurch oft die Antwort, weil Jugendliche oft wenig Ahnung von Politik haben und dann vielleicht durch Unwissenheit eine radikale Partei wählen könnten. Jetzt also wieder meine erste Frage: Ist es wirklich notwendig ein Schulfach Politik einzuführen? Wie man lesen kann, denke ich das schon.
Man kann doch Jugendlichen nicht vorwerfen, keine Ahnung von Politik zu haben, wenn es einem in der Schule keiner beibringt. Deshalb finde ich es wichtig, früh mit politischer Bildung zu beginnen, damit wir Jugendliche uns auch damit auseinandersetzen können. Ich bin mir sicher, dass dann viel sensibler mit den Themen Umweltschutz, Klimaveränderung oder auch Integration umgegangen wird und mehr Verantwortung dadurch übernommen werden kann.
Es könnte auch die Wahlbeteiligung unter den Erstwählern steigern und so könnte man dann auch das Wahlalter auf 16 Jahren senken, ohne Angst, dass radikale Parteien davon profitieren. Ich würde mir dazu ein bisschen mehr Vertrauen wünschen in uns Jugendliche.

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Schule und Mobbing https://www.liviajosephine.de/2016/09/24/livia-bloggt-im-muenchner-samstagsblatt-ueber-schule-und-mobbing/ https://www.liviajosephine.de/2016/09/24/livia-bloggt-im-muenchner-samstagsblatt-ueber-schule-und-mobbing/#comments Sat, 24 Sep 2016 12:00:00 +0000 https://www.liviajosephine.de/?p=190 Weiterlesen ]]> Aus meiner Kolumne für das Münchner Samstagsblatt:

Mobbing in der Schule ist leider nicht erst seit dem Amoklauf am Olympia-Einkaufszentrum ein
Thema. Mobbing in der Schule ist unter uns Schülern Realität und ich habe dazu auch schon einiges gesehen und auch selbst erlebt.

Da ich immer zu den Kleinsten in der Klasse gehöre, konnte ich mir auch schon mal ein paar dumme Sprüche anhören.
Es gibt viele Gründe, um in die Rolle eines Außenseiters gedrängt zu werden. Da genügt manchmal schon eine außergewöhnliche Frisur, aber oft sind es auch die »falschen« Klamotten um ein Mobbingopfer zu werden. Nicht jeder Jugendliche kann sich so wehren, wie ich das auch schon in der Vergangenheit gemacht habe.
Deshalb finde ich es wichtig über das Thema zu schreiben. Mir ist klar, dass man Mobbing nicht 100 Prozent verhindern kann. Aber ich denke es gibt Möglichkeiten, um weniger Angriffsfläche zu bieten.

Für mich als Schülerin wäre eine Schuluniform zum Beispiel kein Problem. In den USA oder in England sind Schuluniformen was ganz Normales. Jeder Schüler einer Schule mit derselben Kleidung. Ich sehe da nur Vorteile. Ich glaube, dass dadurch das Zusammengehörigkeitsgefühl untereinander gestärkt werden kann und wegen seiner »falschen« Kleidung kann dann auch keiner mehr gemobbt werden.

Als nächster Punkt wäre für mich vor allem auch wichtig, dass innerhalb der Schule als Unterrichtsfach das Thema »Mobbing« offen angesprochen werden sollte. Aber nicht von einem Lehrer, sondern von einem Fachmann, der anschaulich die Folgen von Mobbing zeigen und erklären kann. In regelmäßigen Abständen sollte darüber diskutiert werden. Dabei darf man nicht vergessen, dass auch böse Kommentare auf Facebook oder WhatsApp die gleiche Wirkung haben können. Es spielt daher für mich keine Rolle, wo und wann ein Jugendlicher oder Schüler ausgegrenzt wird, die Folgen bleiben immer die gleichen. Deshalb wäre es für mich nur sinnvoll, den Zusammenhalt untereinander so zu stärken.

Das sind nur meine Ideen zu diesem Thema aufgrund meiner Erfahrungen in der Schule
und mit vielen Gesprächen über das Thema im Freundeskreis.

Ich weiß, dass es in vielen Schulen ähnliche Probleme gibt. Gerade jetzt finde ich es schade, dass nicht mehr darüber diskutiert wird.

Aber ich bin mir absolut sicher, wenn man nur die Augen verschließt und nichts dagegen macht oder wenigstens darüber nachdenkt –
dann wird sich auch nie etwas ändern.

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