Das Blogger-Interview mit Fußballstar Claudio Pizarro – Vier Fragen über Vorbilder und Politik im Fußball

Wer ist eigentlich Claudio Pizarro?
Der Nationalspieler aus Peru spielt aktuell beim Bundesligisten Werder Bremen, aber er war auch viele Jahre beim FC Bayern unter Vertrag. Hier gewann er unter anderem auch den Weltpokal und die Champions League. Der 6-fache Deutsche Meister gehört nicht nur dadurch zu den beliebtesten Fußballspieler in Deutschland, sondern er hält noch einen anderen Rekord. Er ist aktuell der erfolgreichste, ausländische Torschütze in der Bundesliga.

Das alles aber noch viel mehr könnte man in der Statistik von Claudio Pizarro aufzählen aber was auch noch eine große Rolle seiner Beliebtheit spielt, sind seine charakterlichen Eigenschaften. Denn gerade seine ruhige und zurückhaltende Art und seine immer positive Einstellung haben ihn dazu gemacht. Das sieht man auch darin, dass ich als junge Bloggerin ein kleines Interview mit dem Kultkicker machen konnte.

 

Vier Fragen an Claudio Pizarro über Vorbilder und Politik im Fußball

Claudio Pizarro beim Twittern – Foto: www.werder.de

Vorbilder hatten immer schon großen Einfluss auf Jugendliche und so ist es auch heute noch bei uns in der Smartphone-Generation. Leider gibt es auch immer wieder sogenannte Vorbilder die eher einen negativen Einfluss vorleben, was man aber von Claudio Pizarro nicht behaupten kann. Vielleicht ist es auch gar nicht so einfach ein Vorbild zu sein. Das wollte ich von Claudio Pizarro wissen aber auch was er über das Thema „Rassismus im Fußball“ hält.

Frage 1: Wie siehst du als Sportler deine Rolle als Vorbild?
Claudio Pizarro: Als sehr verantwortungsvoll. Die Jungs müssen sehen, dass man viel arbeiten muss, um etwas erreichen zu können. In jedem Training, in jedem Spiel muss man das Beste aus sich herausholen. Das versuche ich vorzuleben.

Frage 2:  Ist es für dich persönlich schwierig die Rolle als Vorbild immer perfekt zu erfüllen?
Claudio Pizarro: Nein, überhaupt nicht. Ich versuche einfach so zu sein wie ich bin.

 

> Sicherlich steckt auch die Politik im Fußball aber ich wurde noch nie rassistisch beleidigt <

 

Frage 3:  Wie war es in deiner Jugend? Hattest du auch Vorbilder und welchen Einfluss hatten sie auf dich? Claudio Pizarro: Ja, ich habe immer versucht, mir von den Besten etwas abzuschauen. Ich habe viel gefragt, wenn mir etwas nicht klar war. In meiner Anfangszeit in Bremen haben mir vor allem Andreas Herzog und Dieter Eilts viel geholfen, später bei den Bayern Stefan Effenberg, Mehmet Scholl und auch Giovane Élber.


Frage 4:  Du hast ja gerade ich Deutschland sehr viele Fans, in Bremen genauso wie in Bayern. Wie politisch darf ein Fußballer oder Sportler heute sein? Leider hört man immer wieder in Stadien „rassistische Parolen“. Sollte man da als Fußballer nicht gleich reagieren und hattest du schon mal so eine Situation?  Claudio Pizarro:
Sicherlich steckt auch die Politik im Fußball. Aber das war und ist nie ein Thema für mich. Auch wurde ich noch nie rassistisch beleidigt. Rassismus hat im Fußball auch einfach nichts zu suchen. Es ist ein Sport für die ganze Welt, viele Kulturen spielen und genießen den Fußball. Und da muss man jedem mit dem nötigen Respekt begegnen.

 

Zum Ende möchte ich mich auch noch bei Werder Bremen für die Unterstützung bedanken, die dieses Interview erst möglich gemacht haben.

Livia Josephine

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