Digitalisierung der Schulen könnte für uns Schüler eine sprichwörtlich echte Erleichterung werden

Ich bin Schülerin und gehe auf ein ganz normales Münchner Gymnasium. Es wird viel in der Politik darüber geredet, was für uns Jugendliche am besten sein soll. So wie auch beim Thema „Digitalisierung der Schulen“. Aber werden wir Schüler dazu auch mal gefragt, wie wir das sehen und was wir für sinnvoll halten? Eher nicht!

Digitalisierung ist viel mehr als nur die technische Voraussetzung dazu

Das Ziel ist die beste Bildung der Welt! Das hat der FDP Bundesvorsitzende Christian Lindner einmal gesagt. Aber wie soll diese „weltbeste Bildung“ tatsächlich aussehen und ist die Digitalisierung der Schlüssel dazu?

Es fängt ja schon an, dass sich der Bund nicht mit den Bundesländern einigen kann. Und so zieht sich das Thema in der Politik hin, wie ein zäher Kaugummi. Denn für den sogenannten Digitalpakt muss das Grundgesetz geändert werden aber damit haben die Bundesländer ein Problem. Sie sehen hier den Föderalismus in Gefahr. Was ich als Schülerin aber nicht nachvollziehen kann.

Aber ich bin mir sicher, irgendwann werden sich alle einigen und dann kommen die nächsten Fragen. Wie lässt sich dann die neue Technologie sinnvoll in den Schulalltag einbauen?

Mein kleiner Blick in eine mögliche Zukunft

Wenn ich als Schülerin nun einen kleinen Blick in diese Zukunft werfe, verspreche ich mir davon einige Vorteile. Klar, aber als erstes brauchen alle Schulen die technischen Voraussetzungen in Form eines schnellen Internets. Dann braucht man natürlich auch eine geeignete Hardware. Also ich denke da an Smartboards für die Klassenräume und Laptops (oder ähnliche Geräte) für Lehrer und Schüler. Denn das eigene Smartphone für den Unterricht zu benutzen halte ich für eher schwierig und total ungeeignet.

Von Smartboards erwarte ich mir sehr viel. Es sind quasi interaktive Whiteboards. Seit diesem Schuljahr hat unsere Schule sie auch und ich bin sehr begeistert. Es ist für die Augen angenehmer als eine normale Tafel und es macht den Unterricht viel anschaulicher und flüssiger.

Ein Fehler im Text? Wird direkt angezeigt

Sinnvoll wäre auch ein Schulfach wie Medienkunde, das Inhalte wie Medien- und Digitalkompetenz und Programmiersprachen enthält, zumindest oberflächlich nach Abschluss der 4.Klasse. Aber grundsätzlich wäre es in fast jedem Fach einsetzbar. Wie genial das in Erdkunde, Geschichte oder im Fremdsprachen-Unterricht wäre: Schon beim Schreiben eines Textes könnte ein Fehler angezeigt werden, es könnte sofort und individuell eine Erklärung dazu folgen – und das im Kontext mit dem Lehrer, der direkt damit verbunden ist. Das ist für mich moderner Unterricht.

Meine RTL.de Jugend-Kolumne: Die Digitalisierung der Schulen würde für uns Schüler vieles erleichtern

Es gibt Computer, die eine Mischung aus Laptop und Tablet sind, das Microsoft Surface zum Beispiel (oder ähnliche Geräte u.a. von ASUS, ACER oder Dell). So etwas würde ich favorisieren, denn es hat nur ein Durchschnittsgewicht von etwa 800 Gramm, ist aber dafür wesentlich flexibler. Es lässt sich sogar mit einem Stift bedienen (z.B. zum markieren von Texten).

So könnte die Digitalisierung für Schüler sprichwörtlich eine Erleichterung werden

Der nächste Vorteil daran liegt auf dem Rücken der Schüler. Denn auf einen Surface Book o.ä. könnte man alle Schulbücher speichern und man könnte hier sogar sein eigenes Schulbuch fächerübergreifend zusammenstellen, genau wie Arbeitsblätter und Infomaterialen. Hier gäbe es unbegrenzte Möglichkeiten und der Schulranzen hätte dann endlich auch mal ein angenehmeres und gesünderes Gewicht, da man sich sämtliche schwere Bücher erspart. Und schon alleine dieser Faktor ist für jeden Schüler eine echte und sprichwörtliche Erleichterung.

Kolumne Münchner Samstagsblatt: Die Digitalisierung der Schulen

Klar ist, Schule soll uns Jugendliche auch auf das Leben vorbereiten und wir leben nun mal aktuell und erst recht zukünftig, in einer digitalen Welt. Wie oder wann nun tatsächlich der digitale Umbruch in den Schulen stattfindet, werde ich wohl nicht mehr als Schülerin erleben. Aber ich hoffe für die nachfolgenden Schülergenerationen, dass es vernünftig und sinnvoll eingeführt wird.

Livia Josephine

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