Kommentar: Das neue Plastikproblem dank Corona

Durch die Corana-Pandemie hat das Plastik plötzlich wieder einen völlig neuen Stellenwert bekommen. Was einerseits aufgrund der Hygiene in Lokalen oder Cafés ja auch gut ist aber die ganze zusätzliche Produktion von Einwegbechern, Plastikbesteck oder der Styroporboxen vom Asiaten um die Ecke bringen natürlich auch wieder eines mit sich, nämlich zusätzlichen Plastikmüll.

Sicher,  es führt kein Weg vorbei. Wenn man den Kaffee oder Aperol-Spritz aus dem Einwegbecher trinkt hat es den Vorteil, dass man seinen Namen auf den Becher schreiben kann. Der Virus lässt grüßen.

Eigentlich waren wir, was die Vermeidung von Plastikmüll betrifft schon auf einem guten Weg. Und an diesen Weg müssen wir so schnell wie möglich wieder anknüpfen. Zwar ist für mich die Plastikalternative mit dem Bio-Plastik noch lange nicht so dominant wie ich es mir wünschen würde, aber dafür ist die Politik auch einfach zu langsam. Das sieht man ja auch beim Thema Klimaschutz.

Die Industrie muss hierzu wesentlich mehr Verantwortung übernehmen und endlich mehr biologisch abbaubares Plastik herstellen. Und der Verbraucher sollte viel mehr beim Kauf darauf achten. Denn auf ewig werden wir unsere Welt nicht mit Plastik vermüllen können. Die Natur wird uns noch ihre Rechnung präsentieren. Und diese Rechnung wird sehr hoch werden. Wie lange müssen die vielen tausend Wissenschaftler/innen noch darauf hinweisen?

Die Klimaerwärmung und die Plastikseuche werden dramatische Umweltschäden hinterlassen und wenn wir nichts dagegen machen, wird es zur größten Katastrophe der Weltgeschichte werden. Abgesehen natürlich von einem Atomkrieg, was die Sache aber auch nicht besser macht.  

Die Corona-Pandemie wird mit aller Macht und sehr viel Geld bekämpft. Aber warum wird von der Politik die Klimakrise und die Plastikabfallseuche nicht genau so ambitioniert bekämpft?

Vielleicht liegt es ja daran, dass der Virus jetzt in der Gegenwart vor allem die Eltern und Großeltern gefährdet, also genau die Altersklasse der Politiker von heute. Aber die Folgen der Klimaerwärmung oder die Folgen von Mikroplastik im Trinkwasser erst in der Zukunft von den Kindern und Enkel von heute abbekommen werden. Und somit hat es ja keine Eile, ist ja nicht das Problem der Politiker von heute.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass die große Mehrheit der Gesellschaft, nicht nur in Deutschland, genau so denkt wie ich. Deshalb liegt es auch an jedem Einzelnen mehr Verantwortung zu übernehmen. Denn wenn nur die Hälfte von dem stimmt, was die sehr große Mehrheit der Wissenschaft prognostiziert, wäre das für mich Grund genug, alles zu tun, dass diese Zukunft nicht eintrifft.

Livia Josephine

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